| 3 Klima |
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3.1 Das Regenwaldklima Im tropischen Regenwald herrscht ein angenehm warmes und feuchtes Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 24 und 26°C, die mittlere Jahresniederschlagsmenge bei 2052 mm und die Luftfeuchtigkeit bei ca. 80-90%. 3), S.5; 13), S.185 Die Jahresniederschlagsmenge in tropischen Regenwäldern kann bis zu 10 mal höher liegen als im schweizerischen Mittelland. 3), S.5 Unter diesen klimatischen Bedingungen gedeihen die wundervollsten Geschöpfe dieser Erde. 3.2 Die Jahreszeiten Im Amazonasgebiet gibt es keine heissen oder kalten Jahreszeiten wie wir sie bei uns kennen. Stattdessen gibt es die sogenannte Trocken- und Regenzeit. 20) Das Amazonasgebiet wird von den Jahreszeiten sehr stark beeinflusst. Während der Regenzeit werden riesige Gebiete überflutet. Es entstehen dadurch, für ein paar Monate, neue Seen, Flüsse und Bäche. 21) Bäume stehen dann bis zur Krone im Wasser. Die Regenfälle während der Regenzeit können von Stunden über Tage dauern. Das Leben im Amazonasgebiet ist perfekt auf diese Jahreszeiten eingestellt. Da sich das Amazonasgebiet nördlich und südlich des Äquators erstreckt, kommt zwei mal im Jahr eine Regenzeit. Dies bewirkt ein ständiges auf und ab der Wasserstände. 8), S.54 Im Süden dauert die Regenzeit generell von November bis April, die Trockenzeit von Mai bis September. Im Norden dauert die Regenzeit von April bis August, die Trockenzeit von September bis Februar. 20) 3.3 Der Treibhauseffekt Der natürliche Treibhauseffekt an sich ist nichts schlechtes, im Gegenteil, sogar etwas notwendiges für das Existieren von Leben auf unserer Erde. Denn ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt, würde die Temperatur an der Erdoberfläche anstatt +15°C nur -18°C betragen. Aber warum ist das so? Die Atmosphäre umschliesst die Erde wie eine durchsichtige Hülle. 18) Die Sonnenstrahlen, die von der Sonne kommen, können durch die Atmosphäre ungehindert eintreten. Bei Wiederaustritt, nach Abstrahlung an der Erdoberfläche, werden die Sonnenstrahlen jedoch durch die natürlichen Treibhausgase behindert. Somit werden die Erdoberfläche, die untere Luftschicht wie auch die Weltmeere aufgeheizt. 15) Durch die ständig steigende Industrialisierung, wird die Konzentration dieser natürlichen Treibhausgase erhöht. Dies hat zur Folge, dass die Sonnenstrahlen auf ihrem Weg zurück ins Weltall immer mehr behindert werden und somit die Temperaturen an der Erdoberfläche immer mehr steigen. 18) Diese Tatsache bringt viele "Horrorvisionen" mit sich. Um nur einige zu nennen: Das Klima erwärmt sich, die Gletscher schmelzen, somit steigt der Spiegel der Weltmeere, in höheren Lagen fällt mehr Regen, somit besteht die Gefahr von Hochwasserkatastrophen. 16); 17) Bis heute ist schon vieles davon eingetreten, also keineswegs nur "Horrorvisionen". 3.4 Die Zerstörung und deren Auswirkungen Seit Jahrhunderten wird das Amazonasgebiet systematisch zerstört. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Die Zerstörung des Amazonasgebiets wirkt sich nicht nur auf das lokale Klima, sondern auf das ganze Weltklima aus. In den letzten Jahren gab es immer mehr Umweltkatastrophen. Seit 1960 erhöhte sich die Häufigkeit grosser Naturkatastrophen um das Dreifache. 9) Die Menschen fragen sich warum!? Dabei liegt die Antwort doch auf der Hand. Die Natur verträgt ungeheuer viel. Vor ein paar Tagen stand ich bei mir zu Hause im Garten und dachte darüber nach, wie die Natur dieser enormen Verschmutzung stand halten kann. Tag und Nacht fahren Autos auf den Strassen, Züge und Trams verkehren immer und überall und dies seit Jahrzehnten. Doch die Natur hält, mehr oder weniger, stand. Es ist mehr als erstaunlich wie unsere Erde das macht. Erst jetzt, nach so vielen Jahren, macht sie auf sich aufmerksam. Im Interview mit Greenpeace bestätigte mir Tanja Witt, dass die Zerstörung im Amazonasgebiet einen direkten Zusammenhang mit den Umweltkatastrophen der letzten Jahre hat. "Die Erhaltung der Regenwälder ist für die gesamte Biosphäre , v.a. auch die Menschen, äusserst wichtig. Denn Pflanzen regulieren das Klima, filtern die Luft, reinigen Wasser und verhindern Erosion . Die weltweiten Klimaveränderungen, haben einen direkten Zusammenhang mit unter anderem der Niederforstung der tropischen Regenwälder." 23) Tanja Witt: Greenpeace Treibhauseffekt Eine Folge der Zerstörung ist der Treibhauseffekt. Die Amazonaswälder reinigen die Luft, regulieren das Weltklima und produzieren Tonnen von lebenswichtigem Sauerstoff. 4), S.1 Durch die Niederforstung dieser Wälder wird die Sauerstoffproduktion unterbunden resp. verringert und gleichzeitig wird CO2 produziert; ein Teufelskreis. "Die Abholzung von Wäldern trägt weltweit zu knapp einem Drittel den vom Menschen verursachten CO2-Emissionen bei." 1) WWF Schweiz, S.7 Wüstenbildung Durch die Zerstörung des Regenwaldes bilden sich aber auch Wüsten. Die üppigste aller Vegetationsformen steht auf kargem Boden, auf Wüstenboden. Dieser Boden enthält beinahe keine Nährstoffe. Die Natur bezieht Nährstoffe u.a. vom Regen, von verstorbenen Tieren wie auch Pflanzen oder deren Exkrementen. Wenn nun der Wald gerodet wird, taugt der Boden für vielleicht noch drei bis fünf Jahre landwirtschaftlicher Nutzung. Dann sind alle Nährstoffe aufgebraucht. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ca. 50% und die Temperatur steigt bis auf 35°C. Der Boden trocknet aus und wird somit unfruchtbar. Da der Wald zur Wolkenbildung beiträgt, können sich dort wo kein Wald mehr ist, auch keine Wolken mehr bilden. Die Wüste hat Einzug genommen! 3), S.14 und 15 Beeinflussung des Regenfalls Durch den bei der Brandrodung produzierten Rauch, wird die Menge der Regenfälle vermindert. Die Brandrodung setzt grosse Mengen an Aerosolen frei. "Aerosolen sind mikroskopisch kleine Teilchen in der Luft, wie Staub, Sand oder Ruß. Sie können Sonnenlicht absorbieren und streuen. Dadurch tragen sie zu einer Abkühlung der Erdoberfläche bei." 25) amazonas.de Dank dieser Eigenschaft, lösen sich die Wolken auf, ohne das es überhaupt geregnet hat, oder sie steigen in höhere Höhen auf, wo das Wasser gefriert. Dieser Vorgang gehört zu einem der Gründe für die Umweltkatastrophen in unseren Breitengraden. Im letzten Jahrhundert hat die Regenmenge, in den stark von der Brandrodung betroffenen Gebieten, um ca. 0.3% pro Jahrzehnt abgenommen. Gleichzeitig ist die Regenmenge in der nördlichen Hemisphäre um 0.5% pro Jahrzehnt gestiegen. 25) 3.5 Statement des Autors Die Auswirkungen der Zerstörung im Amazonasgebiet, auf das lokale, wie auch auf das globale Klima, sind verheerend. Dieser Klimawandel wird in den nächsten Jahren jedem Erdbewohner zusetzen. In vielen Ländern sind die Auswirkungen schon jetzt zu spüren. Zum Beispiel in Europa die übermässigen Niederschläge, oder in Afrika die überlangen Dürreperioden. Viele Menschen wissen gar nicht woher diese Umweltkatastrophen kommen, warum es sie gibt. Wenn in den Medien über Umweltkatastrophen berichtet wird, wird nur über die Schäden und die Zerstörung geredet. Über die wirklichen Ursachen hört man selten etwas. Ich finde, dass die Politik sofort etwas gegen die Umweltverschmutzung tun muss. Zumindest die wohlhabenderen Länder hätten die Möglichkeit dazu. Ein guter Anfang wäre die Einsetzung von emissionsfreien Brennstoffzellen für Autos. Das Wissen und das Geld wäre da, ... nur verspricht es wohl zu wenig Profit. |