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Die bedrohte Umwelt des Amazonas als Thema für die SVA zu wählen, war ein guter Entscheid. Anfangs wusste ich zwar nicht so genau was ich mit dieser Dokumentation bewirken wollte, was ich genau dokumentieren wollte. Ich versuchte zu sehr eine theoretische, kalte und faktische Dokumentation zu erstellen. Je weiter ich allerdings mit meiner Arbeit voran kam, desto klarer wurde es mir. Mit der Zeit erkannte ich, dass ich mit dieser Dokumentation etwas ganz spezielles erreichen möchte. Ich begann die Probleme des Amazonasgebiets zu verstehen, nicht nur zu lesen und zu dokumentieren wie bis anhin. Von diesem Punkt an bereitete mir die Erstellung der SVA einiges mehr an Freude. Nach und nach begann ich, mir auch in der Freizeit mehr Gedanken über dieses Thema zu machen und mit Kollegen und der Familie darüber zu diskutieren. Es gab und gibt so viele offene Fragen. Warum hat sich überhaupt eine Zivilisation wie wir sie heute kennen entwickelt? Warum sind so viele Menschen einfach nur machtsüchtig oder geldgierig? Wie können Regierungen zulassen, dass Firmen von fremden Ländern in ihr Land kommen, Geld verdienen, gleichzeitig das Land zerstören und ihr Volk ausnutzen? Warum lebe ich in der Schweiz und nicht sonst wo? Warum geht es mir gut und anderen nicht? Warum lebe ich nicht als Ureinwohner im Amazonasgebiet? Ich hatte vor ca. zwei Jahren schon einmal eine Phase, wo ich die Zivilisation in Frage stellte und am liebsten im Jungel leben wollte. Wenn man das leben im Urwald mit dem der Zivilisation vergleicht, dann kommt einem die Zivilisation einfach krank vor. Wenn ich mit meiner Familie darüber sprach, sagten sie mir es sei "pubertäres Geschwätz", was ich allerdings nicht glaube. Warum würde ich sonst die Zivilisation schon wieder in Frage stellen!? Fakt ist jedoch ("leider"), dass ich nun mal hier geboren wurde, dass ich genauso zur Umweltverschmutzung wie alle anderen beitrage, dass ich im Jungel evtl. schon am ersten Tag an irgendwelchen Krankheiten erkranken und sterben würde. Es ist auch nicht so, dass ich hier kein schönes Leben hätte, oder übermässig unzufrieden mit meinem Leben wäre. Es ist einfach so, dass ich die Zivilisation in der heutigen Form in Frage stelle. Wäre es wohl nicht besser gewesen, wie früher, mit der Natur in Eintracht zu leben, anstatt wie heute alles nehmen und zerstören was man will und nicht auf die Folgen achten!? Trotz diesem starkem Interesse, war es während der SVA immer wieder schwierig mich für die Arbeit zu motivieren. Es schien als wollte es nie enden. Darum habe ich den grössten Teil der Arbeit erst sehr spät erledigt. Anfangs hatte ich erhebliche Motivationsprobleme. Es gab so viele "Verlockungen" neben der SVA. Mit Kollegen/innen abmachen, Sport, programmieren, Computerspiele spielen, etc. Der erste Schritt war, die Projektbeschreibung zu erstellen. Gleichzeitig fing ich schon mit der Erstellung der Homepage an, welche ich permanent und mit Eifer weiterentwickelte. Nachdem also die Homepage beinahe fertig war, begann ich mit der Materialsammlung und las und las und las. Während dem lesen markierte ich mir die wichtigsten Stellen und setzte Lesezeichen. Nun konnte ich endlich mit der eigentlichen Dokumentation beginnen. Für jedes Kapitel und Unterthema stellte ich mir das Material erneut zusammen. So schrieb ich eine Seite nach der anderen, brachte zwischendurch meine eigene Meinung rein und spickte den Text mit Zitaten aus den per Email durchgeführten Interviews. Eine grosse Hilfe war mir dabei meine Freundin. Sie korrigierte und kontrollierte einige meiner Texte und gab mir hilfreiche Tipps. Den Feinschliff verpasste ich der Dokumentation an den letzten beiden Abenden resp. Nächten vor dem Abgabetermin. Ich wusste von Anfang an, dass ich am Ende noch ein paar Stunden in die Nacht arbeiten werden muss, aber ohne diesen Druck hätte ich es nicht geschafft. Wenn ich wiedereinmal eine Dokumentation erstellen muss resp. kann, werde ich sicher versuchen mir die Zeit besser einzuteilen. Meine Arbeitsmethode hat sich eigentlich sehr gut bewährt und würde ich auch das nächste Mal wieder einsetzen. Im allgemeinen hat die SVA meinen Horizont um einiges erweitert. Sie hat einige meiner Meinungen und Weltansichten bestätigt, aber auch einige verworfen. Die Arbeit war sehr interessant. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und ich hoffe, ich konnte Ihnen das Amazonasgebiet und dessen Misere etwas näher bringen. |