| 5 Umweltschutz |
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5.1 Warum überhaupt Umweltschutz? Warum ist Umweltschutz überhaupt wichtig? Darüber gibt es sehr verschiedene Meinungen. Meine Meinung ist, dass Umweltschutz nötig ist um die einzigen, noch existierenden, Paradiese zu retten. Fast die ganze Erde ist schon vom "zivilisierten" Mensch eingenommen worden, nun soll der verbliebene Rest noch natürlich bleiben. Ich bin kein besonderer Freund der Zivilisation. Zivilisation, vor allem in Verbindung mit dem Kapitalismus, bringt die Gedanken von Menschen weg von der Realität, weg vom Wichtigen, weg vom sozialen Denken (global gesehen). Im Moment diskutieren die Schweizer Politiker im Fernsehen über die Volksinitiative gegen Asylrechtsmissbrauch. Da hört man Argumente wie: "Wir haben schon so viele Millionen in die Asylsuchenden gesteckt, dass muss jetzt mal eine Ende haben!". Wenn ich so etwas höre, dann macht mich das verrückt. Der Mensch sieht nur noch das Geld. Wir haben doch hier in der Schweiz ein sicheres zu Hause, Nahrung im Überfluss und Wasser soviel wir wollen, zu jeder zeit, warm oder kalt. Wenn man das nun mit den Heimatländern der Asylsuchenden vergleicht, frage ich mich, warum man nicht noch mehr Menschen Asyl gewährt!? Warum sollte es uns besser gehen als anderen Menschen auf dieser Welt? Warum sollten wir, die es könnten, den anderen Lebewesen dieser Erde nicht helfen!? Genau das gleiche passiert die ganze Zeit im Amazonasgebiet. Die "zivilisierten" Menschen wollen Geld sparen, Geld verdienen. Darum lassen sie die Menschen von den Ländern rund um das Amazonasgebiet, für einen Hungerlohn, ihr eigenes Land zerstören, unwissend was die Folgen sind. Genau für das braucht es den Umweltschutz. Umweltschutzorganisationen klären die Menschen vor Ort auf, zeigen wie man es nicht und wie man es besser machen sollte, was die Auswirkungen sein können. "Greenpeace macht immer wieder mit Schiffstouren durch den Amazonas die Bevölkerung auf die Missstände, in denen sie leben, aufmerksam und setzt sich den Grossverbrechern an die Fersen. Greenpeace arbeitet mit lokalen Gruppierungen und Organisationen, vor allem mit der Kautschukgewerkschaft und der Indianer-Dachorganisation." 23) Tanja Witt: Greenpeace Die anderen Meinungen Da gibt es aber auch noch viele andere Meinungen. Ich habe in den letzten Wochen mit verschiedenen Leuten über dieses Thema diskutiert. Folgende Meinung vertritt ein Schulkollege: Die Welt existiert schon seit Millionen von Jahren. Von der Geschichte der Erde, erkennt man, dass die Natur sich immer wieder selbst zerstört und sich dann wieder regeneriert (z.B. der Meteorit, welcher die Dinosaurier aussterben liess). Genauso ist das im Moment auch, die Erde wird zwar zerstört, aber auf längere Sicht wird sich alles irgendwann wieder regenerieren. Dieser Aussage stimme ich durchaus zu. Nur sollte man meiner Meinung nach nicht so objektiv, resp. oberflächlich, denken. Wir haben nun mal im Moment grosse Probleme mit der Umweltverschmutzung und müssen diese Probleme bekämpfen. Denn diese Umweltzerstörung ist diesmal nicht natürlich, sondern vom Menschen verursacht. 5.2 Was wird unternommen? Sehr viel, aber dennoch zu wenig. Der WWF zum Beispiel ist schon seit vielen Jahren im Amazonasgebiet tätig und fordert seine Mitglieder auch immer wieder zu Spenden auf. Eine grosse Aktion des WWF's war es, Wald in ganz Südamerika zu kaufen, welcher dann unter Schutz gestellt wurde. Der Greenpeace kämpft seit 1993 für Gerechtigkeit im Amazonasgebiet. Die Umweltschutzorganisationen verhandeln auch oft mit den Regierungen der betroffenen Länder und treffen mit diesen wichtige Entscheide. Dieses Jahr hat die brasilianische Regierung entschieden, dass die Abholzung des Mahagoni-Baumes per Dekret verboten wird. "Einen historischer Entschluss fasste die brasilianische Regierung 2002: Im Amazonas bleibt die Abholzung von Mahagoni per Dekret verboten, Indianer-Reservate und Naturschutzgebiete werden besser vor den illegalen Machenschaften der Holzindustrie geschützt! Das teilte der Präsident der brasilianischen Umweltbehörde (IBAMA), Hamilton Casara, mit. Damit reagiert Brasilia auf den durch Greenpeace aufgedeckten illegalen Mahagoni-Handel." 31) Greenpeace Oesterreich In der Welt der Politik hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Da gibt es zum Beispiel den Johannesburger Weltgipfel, mit Teilnehmern aus über 100 Ländern. An diesem Weltgipfel wird u.a. die Agenda 21 erweitert. Die Agenda 21 ist ein, in 40 Kapitel und über 700 Seiten niedergeschriebenes, Arbeitsprogramm für das 21. Jahrhundert, welches global eine nachhaltige Entwicklung garantieren soll. Auch die Schweizer Regierung unternimmt viel gegen die Umweltzerstörung. Sie setzt sich ausserdem schon seit Jahren für die rund 300 Millionen Ureinwohner in allen Weltgegenden ein. "Abordnungen indigener Völker werden seit rund 20 Jahren regelmässig bei der UNO und verschiedenen anderen internationalen Organisationen in Genf empfangen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) arbeitet eng mit privaten Hilfsorganisationen wie Incomindios, doCip, Gesellschaft für bedrohte Völker, Traditions pour Demain usw. zusammen." 30) Bundesbehörden Schweiz 5.3 Wie kann ich helfen? Helfen können Sie ganz einfach. Sie helfen nur schon, indem Sie Mitglied bei verschiedenen Umweltorganisationen sind resp. werden und den Mitgliederbeitrag regelmässig bezahlen. Sie bekommen dann auch immer wieder Spendenaufrufe, wo Sie zum Beispiel Waldflächen kaufen können, welche dann im Besitz der Umweltschutzorganisationen sind. Die bekanntesten Umweltschutzorganisationen in der Schweiz sind der WWF und der Greenpeace. Besuchen Sie doch einmal deren Homepage (siehe weiter unten) und informieren Sie sich bei vorhandenem Interesse über eine Mitgliedschaft. Tanja Witt, vom Greenpeace, hat mir in einem Interview noch einen Tipp, zumindest im Bezug auf die Regenwälder, gegeben: "Von den Staaten über die Grosskonzerne zu den Kleinhaushalten können die Menschen auf Tropenholz aus illegaler Bewirtschaftung verzichten und somit Druck auf die Hersteller und Importeure ausüben." 23) Tanja Witt: Greenpeace WWF: http://www.wwf.ch/ |