| 2 Einleitung |
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2.1 Geschichte Der Amazonas existiert schon seit Millionen Jahren und wurde seither immer artenreicher, schöner und prächtiger. Vor 130 Millionen Jahren, als die Kontinente Afrika und Südamerika noch zusammen einen Kontinent bildeten, floss der Amazonas von der Mitte Afrikas, wo heute das Land Tschad liegt, bis zum Gebiet der Anden Südamerikas. Nachdem der Amazonas das Gebiet der Anden durchquert hatte, mündete er in den Atlantischen Ozean. Die Anden existierten zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Gebirge. Erst als sich der Riesenkontinent in zwei Teile spaltete, entstanden durch den Zusammenprall mit der Erdkrustenplatte, im Westen Südamerikas, die Anden. So konnte das Wasser nicht mehr im Westen in das Meer fliessen. Der ganze Strom Amazonas wechselte seine Flussrichtung, von Osten nach Westen. Viele Meeresbewohner konnten sich nicht mehr rechtzeitig ins offene Meer zurück retten. So trifft man noch heute auf jene, welche sich genug schnell anpassen konnten, wie z.B. Haie oder Rochen. 8), S.52 Bis der "zivilisierte" Mensch zum ersten mal den Fuss in dieses Gebiet setzte, war es wohl das Paradies auf Erden. Der erste Vorstoss eines Europäers in diese "neue Welt" gelang 1542 dem Konquistador Francisco de Orellana. Von da an begann die Ausbeutung und Zerstörung des Amazonasgebiets. 8), S.28 2.2 Die Zerstörung Doch die tatsächliche Zerstörung hat wohl erst im letzten Jahrhundert begonnen. Bis 1950 bedeckten die tropischen Regenwälder 16 Millionen Quadratkilometer der Erdoberfläche. Heute existiert gerade noch die Hälfte des tropischen Regenwaldes von damals und alle 3 Monate verschwindet wieder Regenwald von der Grösse der Schweiz, resp. jede Sekunde von der Grösse eines Fussballfeldes. 7), S.1 Dadurch sterben jeden Tag über 60 Tier- und Pflanzenarten aus. 4), S.2 Wenn wir in den nächsten 50 Jahren so weitermachen wie im Augenblick, dann gibt es im Jahre 2050 keinen Quadratmeter tropischen Regenwald mehr. Es ist jedoch nicht nur der Regenwald an sich gefährdet, sondern auch deren Bewohner, Tiere wie auch Menschen. Einige Gründe: Überfischung, Rinderzucht, Gewinnung von Erdöl und Gummi, Tierexporte und Goldrausch. 2.3 Das Paradies Dennoch ist das Amazonasgebiet immer noch das grösste und intakteste Regenwaldgebiet der Erde. 7), S.1 Die Fläche des ganzen Amazonas ist über sieben Millionen Quadratkilometer gross, er führt über 1'000 Nebenflüsse, ist teils über 20 Kilometer breit und beherbergt tausende von Inseln. Die grösste Insel hat die Fläche der Schweiz. Das Wasser ist so tief, dass die Strecke welche mit Schiffen passierbar ist über 50'000 Kilometer lang ist. Wenn man dabei beachtetet, dass der Amazonas von den Anden bis zum Atlantik "nur" 6'685 Kilometer misst, ist dies eine beeindruckende Zahl. "Der Amazonas ist das gewaltigste Gewässernetz der Erde". 8) GEO Special, S.48 2.4 Statement des Autors Ich war zwar noch nie im Amazonasgebiet, aber von dem was ich bis jetzt gehört und gesehen habe, ist das Amazonasgebiet, zumindest für mich, einer der schönsten Orte dieser Welt. Es ist faszinierend, wie dieses Flusssystem entstanden ist und wie es sich entwickelt hat. Wenn man das erste Mal in diesem "Garten Eden" steht, muss dies wohl ein überwältigendes Erlebnis sein. Darum kann ich auch nicht verstehen, wie man dieses Gebiet so zerstören kann. Für Geld und Reichtum wird die Natur unserer Erde völlig zerstört. Einer der Gründe warum ich nicht "Fan" des Kapitalismus bin. |